Schwangerschaft: Aktivität macht glücklich

(mko) Aktive Frauen fühlen sich während und nach der Schwangerschaft deutlich wohler als passive Schwangere. Das ergab eine Befragung von 1514 schwangeren Frauen von der Deutschen
Sporthochschule Köln im Auftrag der Gmünder ErsatzKasse. Obwohl die meisten Schwangeren einen positiven Effekt durch Bewegung erwarten, treiben allerdings lediglich 58 Prozent regelmäßig Sport.

Die bewegungsaktiven Frauen sprachen insgesamt von einem positiven Wohlbefinden und stuften auch ihre soziale Eingebundenheit und ihren Schlafes positiv ein. Sie zeigten deutlich mehr soziale Kontakte, günstigere Erholungs- und Stressbewältigungsmaßnahmen sowie häufig auch ein besseres
Ernährungsverhalten. Auch Beschwerden im letzten Schwangerschaftsdrittel waren in dieser Gruppe seltener.
42 Prozent der befragten Frauen stufte das Wissenschaftlerteam unter Leitung von Professor Jens Kleinert dagegen als “passiv” ein: Diese Gruppe kam auf höchstens eine Stunde Spaziergehen
pro Woche, Radfahren oder Sportaktivitäten fanden kaum beziehungsweise gar nicht statt. Während unter den befragten Frauen mit Abitur 37 Prozent als bewegungspassiv eingeschätzt wurden, war der Anteil in der Gruppe der Frauen mit Real- oder Hauptschulabschluss um ein Drittel größer. Auch mangelnde soziale Unterstützung und hohe soziale Belastung, etwa bei jungen, allein stehenden oder getrennt lebenden Frauen, wirken bewegungshemmend.