Fast Food ist fett und salzig und verursacht Allergien

(mko) Kinder und Jugendliche, die mindestens drei Mal pro Woche Pommes und Burger essen, leiden vergleichsweise häufig an starkem Asthma, Heuschnupfen und allergiebedingter Juckflechte. So der Münsteraner Epidemiologe Professor Ulrich Keil mit Blick auf die Ergebnisse einer internationalen Langzeitstudie über Allergien in der Kindheit. Kinder, die wöchentlich drei Mal oder häufiger Obst verzehren, erkrankten seltener als Altersgenossen. Für die Studie wurden von 1991 bis 2011 mehr als 319.000 Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren sowie über 181.000 sieben- und achtjährige Kinder in über 100 Ländern befragt. Einer Sonderauswertung zum Thema Ernährung und Krankheitssymptome zufolge treten Asthma, Heuschnupfen und Ekzeme in englischsprachigen Ländern wie Großbritannien, Neuseeland, Australien, Irland, Kanada und den USA vergleichsweise häufig auf. Nach Angaben von Professor Keil liegt es nahe, dass die dort ähnliche Ernährung hierbei eine wichtige Rolle spielt. Bei Jugendlichen, die mehrmals wöchentlich Fast Food essen, ist das Risiko schwerer Asthmasymptome um 39 % erhöht – unabhängig von Geschlecht oder Wohlstand. Auch bei Kindern ist ein Zusammenhang zwischen einseitiger, ungesunder Ernährung und schweren Krankheitssymptomen auszumachen, wenn auch im geringeren Maß.

Prof. Ulrich Keil (Epidemiologe an der Universität Münster): „Fast Food mit seinem hohen Gehalt an Trans-Fettsäuren und Salz scheint einen negativen Einfluss zu haben, während Obst und Gemüse beispielsweise durch die enthaltenen Antioxidantien schützen.“