Fasten im Frühling bringt nicht nur den Darm auf Trab

(mko) Etwa 80 Prozent des Immunsystems sind im Darm lokalisiert. Der Darm ist damit das wichtigste Immunorgan im Körper. Eine Entgiftung ist daher von Zeit zu Zeit wichtig, damit das gesamte Darmsystem aus Darmflora, Darmschleimhaut, Darmwand und Darm-Immunsystem einwandfrei funktionieren kann. Umweltbelastungen, eine falsche Ernährung, Stress, Mangel an Vitaminen und Mineralien oder das Einnehmen von Antibiotika bringen unseren Darm häufig aus dem Gleis. Auch ein hoher Verzehr von tierischem Einweiß trägt dazu bei, denn unverdautes Eiweiß wird von Fäulniskeimen zu basischen Stoffwechselprodukten abgebaut. Diese erhöhen ungesund den pH-Wert und lassen Pilze und Keime entstehen, ebenso werden Gase und andere Fäulnisgifte gebil-det. Daher ist das Frühjahr jetzt eine gute Zeit für Fastenkuren.
In dieser Zeit verzichtet man auf feste und flüssige Nahrung, mit Ausnahme nährstoffreicher, mineralreicher Getränke. Ohne Nahrungsnachschub geht der Körper ans „Eingemachte“ und entzieht den Muskeln und der Leber erst mal die dort gespeicherten Glyko-gen-Reserven (leicht in Energie umwandelbare Kohlenhydrate). Später werden auch körpereigene Fettdepots angegriffen.

Fasten bedeutet für den Körper eine Art Müllabfuhr
Beim Fasten – möglichst unter Anleitung eines erfahrenen Arztes oder Therapeuten –
wird das gesamte Verdauungssystem ruhig gestellt und damit entlastet. In den Fastentagen
gibt es nur flüssige Nahrung (Kräutertee oder Obst- und Gemüsesäfte /gut Selleriesaft). Unterstützt
werden kann diese Entschlackung und Entgiftung auch durch eine Hydro-Colon-Therapie, einen lassischen Einlauf. Die Entschla-ckung und Entgiftung führt in den ersten Tagen manchmal zu Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit. Nach der Kur sollte man nicht drauf los essen, einige Tage Schonkost sind ratsam.