Fasten stärkt die Immunabwehr

(mko) Laut einer aktuellen Umfrage findet mehr als die Hälfte der Deutschen  Fasten sinnvoll. Fasten ist wie Müllabfuhr für unseren Körper. Beim Fasten – möglichst unter Anleitung eines erfahrenen Arztes oder Therapeuten – wird das gesamte Verdauungssystem ruhig gestellt und damit entlastet. Denn: wenn wir keine feste Nahrung zu uns nehmen bedeutet das, der Körper ernährt sich aus seinen Depots, die nichts mit der unmittelbaren Nahrungsaufnahme zu tun haben. Energieverlust durch Verdauungsarbeit findet nicht statt und so werden neue Kräfte mobilisiert. In den Fastentagen gibt es nur flüssige Nahrung (Kräutertee oder Obst- und Gemüsesäfte/ z.B. Selleriesaft). Unterstützt werden kann diese Entschlackung und Entgiftung auch durch eine Hydro-Colon-Therapie, einen klassischen Einlauf. Wer fastet entgiftet, in den ersten Tagen treten daher manchmal Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit auf.
Gerade am Anfang der Fastenzeit fällt es schwer auf das gewohnte Essen (z.B. die Mittagsmahlzeit) zu verzichten, der Hunger nagt an einem, der Speichelfluss nimmt zu. Jetzt sollte man besonders viel trinken ( Kräutertee oder stilles Wasser), das bremst den Appetit. Außerdem ist es wichtig sich von dem ständigen Gedanken an das Essen abzulenken, dabei helfen Atemübungen oder ein Spaziergang und Orte, die inspirieren und vom Hunger ablenken.

Häufig treten während der Fastenzeit auch Hautunreinheiten auf und oft riecht man aus dem Mund. Das sind Anzeichen, dass der Organismus  anfängt zu entgiften. In ein bis zwei Tagen legt sich das wieder. Gegen den Mundgeruch kann man auch einen gehäuften Teelöffeln Heilerde in stillem Wasser verrühren und trinken. Die Heilerde bindet die Giftstoffe im Magen-Darm-Bereich, die wiederum für den Mundgeruch verantwortlich sein können. Nach der Fasten-Kur – manchmal reichen schon 3-4 Tage – sollte man nicht gleich drauf los essen, einige Tage Schonkost einlegen und mit einem Apfel beginnen.

Wer schon Fastenerfahrung hat, trinkt in der Fastenzeit keinne Alkohol (70 Prozent), ißt nichts Süßes (64 Prozent) oder kein Fleisch (41 Prozent), rauchten nicht (40 Prozent), schaltetet den Fernseher ab (33 Prozent), Handy und Computer aus (27 Prozent) oder läßt das Auto stehen (15 Prozent).
Fastenbefürworter haben laut Umfrage meist einen höheren Schulabschluss oder studiert (64 Prozent), sind eher weiblich (62 Prozent) und mittleren Alters. “Besonders beliebt ist das Fasten in der sogenannten Rushhour-Generation der 30- bis 44-Jährigen”, erklärte dazu die Ernährungswissenschaftlerin Silke Willms von der Krankenversicherung DAK-Gesundheit. Diese Altersgruppe ist oft besonders großem Stress durch Karriere und Familie ausgesetzt. Erklärte Fastengegner finden sich demnach vor allem bei den 45- bis 59-Jährigen (48 Prozent), bei Männern (47 Prozent) und Menschen mit Hauptschulabschluss (53 Prozent).