Frühjahrsmüdigkeit: Gehirnzellen wollen durchatmen

Foto:Johnson/Johnson - Autan

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(mko) Wer schon im Februar unter Frühjahrsmüdigkeit leidet, kann sie wunderbar mit Sport und Bewegung bekämpfen,denn das bringt mehr Sauerstoff ins Gehirn und unsere Gehirnzellen können mal wieder richtig “durchatmen”. Es reicht schon ein gemütlicher Spaziergang, um die Hirndurchblutung um 20 Prozent zu steigern. So Sabine Kubesch von der psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm. Sport hat eine enorm positive Wirkung auf unsere geistigen Leistungen, denn Bewegung bedeutet: mehr Sauerstoff und das hilft nicht nur unserem Körper (Stärkung des Immunsystems, Hilfe bei der Krebsabwehr, Optimierung des Blutdruck und Reduktion des Körperfettanteils), sondern auch unserer Seele. So fühlen sich z. B. Sportler mit Ausdauertraining aufnahmefähiger und insgesamt wacher. Darüber hinaus optimiert Sport Lern- und Gedächtnisleistungen, die sich in der Großhirnrinde und im Hippocampus stattfinden.

Für zwei Drittel aller Deutschen ist Bewegung aber eher unwichtig. Fernsehen gehört mit 74 Prozent zu den Lieblingsbeschäftigungen, gefolgt von Entspannen (46 Prozent) oder Lesen (28 Prozent). Schüler und Studenten verbringen sogar 7,3 Stunden am Tag im Sitzen und sind Spitzenreiter im Vergleich zum Rest der Bevölkerung (5,8 Stunden). Nur 36 Prozent der Befragten treiben mindestens zweimal in der Woche für mindestens 30 Minuten Sport. Um Gesund zu bleiben und das Risiko von zahlreichen Erkrankungen – z. B. Diabetes 2 – niedrig zu halten, sind jedoch mindestens 30 Minuten dreimal pro Woche notwendig, so Professor Dr. Hans-Georg Predel von der Deutschen Sporthochschule in Köln.

Beim Sport gehören Radfahren (rund 60 Prozent) und Schwimmen sowie Wandern (jeweils 50 Prozent) zu den beliebtesten Aktivitäten.