Salzig und fettig – Männer sorgen sich nicht um ihr Herz

(mko) Essen macht glücklich, Currywurst, Burger mit Pommes, Torte mit Schlagsahne -  schön fettig und salzig . Mit Essen belohnt man sich oft selbst, egal ob aus Langeweile  oder weil der Chef nervt. Männer haben, vergleicht man sie mit den Frauen, in diesem Punkt überhaupt eher einen sorglosen Lebensstil. Aber: Damit erhöht sich  ihr Risiko für einen Herzinfarkt. Insgesamt belegt jetzt eine aktuelle Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse/DAK,dass berufstätige Männer mehr Fehltage (55 Prozent) haben wegen Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Herzkreislauf-Erkrankungen. Eine Ursache für das Herzinfarkt-Risiko scheint ihr Lebensstil zu sein, vor allem beim Essen sind Männer weniger gesundheitsbewusst als Frauen. Das hat eine bundesweite Forsa-Befragung von mehr als 3.000 Männern und Frauen zwischen 25 und 39 Jahren ergeben. Die Mehrheit der Männer (63 Prozent) isst, was schmeckt, egal wie fettig oder salzig. Dazu kommen täglich Alkohol, Tabak, wenig Bewegung, Übergewicht: „Viele Männer pflegen einen Lebensstil, der die Entstehung von Herzkreislauf-Erkrankungen begünstigt“, erläutert Dr. Elisabeth Thomas, Ärztin i. Auftrag der DAK. Frauen schneiden bei Ernährung und Alkohol wesentlich besser ab. Nur jede zweite Frau isst sorglos fettes Essen (48 Prozent) und nur ein Drittel trinkt regelmäßig Alkohol (33 Prozent). Frauen stehen auch bei den Herzkreislauf-Erkrankungen besser da. Geht es um die Fehltage im Job, dann entfielen 2013 auf 100 männliche Versicherte 74 Fehltage wegen Herzkreislauf-Problemen. Das sind 55 Prozent mehr als bei den Frauen, die nur an knapp 48 Tagen fehlten.

Insgesamt lassen die Deutschen mit zunehmendem Alter in ihrem Bemühen um einen gesunden Lebensstil nach. So gehören erst zwei Drittel von den 25- bis 29-Jährigen zu den Sportmuffeln (67 Prozent), von den 35- bis 40-Jährigen sind es schon mehr als drei Viertel (77 Prozent). Auch das ist ein Problem. „Gerade in der Lebensmitte werden die Weichen gestellt“, so Thomas. Entscheidungen, die Menschen jetzt zu ihrer Lebensweise treffen, sind immens wichtig für das Herzrisiko. „Wer in diesem Alter in seinem Gesundheitsbemühen nicht nachlässt, sondern sich im Gegenteil wieder mehr um einen gesunden Lebensstil kümmert, kann sogar frühere Sünden wettmachen.“