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(29.12.2004)

Risiko von Chlamydien-Infektionen weit unterschätz



(mko) Eine Chlamydien-Infektion kann unfruchtbar machen, nicht nur Frauen, auch bei Chlamydien-infizierten Männern zeigte eine Studie, dass die Fertilität sinkt. Das sexuell übertragene Bakterium gilt als Hauptverursacher infektionsbedingter Sterilität. Schon heute können zirka 100.000 Frauen aufgrund einer abgelaufenen Chlamydien-Infektion keine Kinder bekommen. Betroffen sind bereits zehn Prozent aller 17-jährigen Mädchen. Chlamydia trachomatis ist nicht lebensbedrohlich, nicht spürbar und bleibt meist unentdeckt Aufklärung ist daher dringend geboten. So Dr. Gisela Gille, von der Ärztlichen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Berlin. Der Gebrauch von Kondomen wird in der Regel bei Jugendlichen nur mit AIDS assoziiert, schützt aber auch hier. Allein in Berlin sind fünf von hundert Teenagern infiziert. Die Häufigkeit der Infektion steigt jedoch mit dem Alter und der Anzahl der Partner. Bei den Mädchen beginnt die Infektion mit einer Entzündung in der Schleimhaut des Gebärmutterkanals, die lange unentdeckt bleibt. Meist wandern die Keime
dann weiter in Richtung Gebärmutter. Häufig treten leichte Zwischenblutungen oder Unterbauchschmerzen auf. Die Bakterien können bis zu den Eileitern vordringen und dort erhebliche Schäden anrichten.



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18. Mai 2012 - © Redaktion medizinkorrespondenz.de

   







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