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(19.04.2011)

COPD: Atemnot bei körperlicher Belastung und pfeifende Geräusche beim Ausatmen



(mko) Weltweit steigen Lungenerkrankungen dramatisch an. COPD gehört dazu, die "Chronisch Obstructive Pulmonary Disease" was soviel bedeutet wie "dauerhaft verengte Atemwegserkrankung". Dabei handelt es sich um eine anhaltende Entzündung und Verengung der Bronchien infolge der Schleimhautschwellung. COPD ist nicht heilbar, eine Behandlung kann jedoch das Fortschreiten verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffen stabilisieren und verbessern. Eine Therapie sollte immer aus medikamentöser und nicht-medikamentöser Behandlung bestehen. Der Schweregrad der Behandlung setzt sich jedoch aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Die derzeit verfügbaren COPD-Therapien umfassen Bronchodilatatoren (als Bronchodilatatoren bezeichnet man Arzneimittel welche die Bronchien erweitern, also zu einer Bronchodilatation führen), Kortikoide (Steroidhormone) und Sauerstofftherapie. Oft werden verschiedene Therapien miteinander kombiniert.
So kann z.B. einen Kombination aus zwei verschiedenen Bronchodilatatoren im Vergleich zu einer Erhöhung der Dosis eines einzelnen Bronchodilatators die Wirksamkeit der Therapie verbessern.

„Die meisten COPD-Patienten wollen aktiv bleiben, doch häufig sehen sie sich gezwungen, aufgrund ihrer Erkrankung Einschränkungen in ihrem Lebensstil hinzunehmen. Daher brauchen wir Therapiemöglichkeiten; die zumindest einige dieser Einschränkungen verringern.“ So Professor Lars Vogelmeier von der Universitätsklinik Marburg.
Laut einer Studie verbessert die Substanz "Indacaterol" die Lungenfunktion erheblich und führt im Vergleich mit der Behandlungsalternative "Tiotropium" zu einer deutlichen Reduktion von Kurzatmigkeit/Atemnot. Der Erfolg einer Behandlung hängt auch von dem verwendeten Inhalationssystem ab und einer einfachen Bedienung wie sie z.B. der Soft-Inhaler "Respimat®" bietet.


COPD ist eine fortschreitende Erkrankung, bei dem der Luftstrom in den Lungen teilweise blockiert ist, was die normale Atmung beeinträchtigt. Die Atemwege sind verengt, geschwollen und oft auch mit Schleim verstopft, was den Atemluftstrom behindert. Beim Lungenemphysem sind die Lungenbläschen geschädigt und überdehnt. Dadurch sammelt sich Luft in den Lungen an und es steht nur noch eine begrenzte Fläche für den Gasaustausch zur Verfügung. Durch die zirkulierendenden Entzündungsmediatoren werden auch Bereiche außerhalb der Lungen geschädigt, z.B. das Herz, Muskeln, Blutgefäße und Knochen. COPD ist eine fortschreitende Erkrankung. Sehr häufig sind COPD-Patienten körperlich sehr eingeschränkt und wenig belastbar, was besonders für Berufstätige schwierig ist.

COPD wird oft falsch diagnostiziert, Symptome wie Atemnot, Husten oder Auswurf werden irrtümlich dem Alterungsprozess (die Erkrankung tritt meist zwischen 40 und 60 Jahren auf) oder anderen Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Asthma zugeschrieben.
„COPD ist eine zu 90 Prozent vermeidbare Erkrankung.“ So Dr. Josef Boutschek, Steyr, Österreich.

Die Krankheitszeichen der COPD - häufiges Husten/Raucherhusten mit vermehrter Schleimproduktion - beginnen schleichend über Jahre. Mit der Zeit reagieren die erkrankten Bronchien ohne Behandlung aber empfindlicher. Vor allem bei körperlicher Belastung kann es zu beklemmender, anhaltender Atemnot kommen. Im fortgeschrittenen Zustand wird die Atemnot dann zum Dauerzustand.

Zu einer nicht medikamentösen Therapie gehört das Atemmuskeltraining, Ausdauer- und Krafttraining, Langzeit-Sauerstofftherapie, Diät, Atemphysiotherapiesowie die Raucherentwöhnung.
Durch körperliches Training bessern sich die Symptome der COPD, die Belastbarkeit und Lebensqualität der Betroffenen steigen und die chronische Entzündung reduziert sich möglicherweise.
Wichtig ist dabei einen gute Schulung der modernen, unterschiedlichen Inhaltatinssysteme für die inhalativen Kortikosteroide (Hormone der Nebenrierenrinde) durch Apotheker oder den behandelnden Arzt. Siehe dazu auch im Internet:

Deutsche Atemwegs Liga

Ag Lungensport in Deutschland e.V.

Lungensport

weitereLinks:

www.COPDforum.orgratory Society

www.ersnet.orgg Foundation
www.european-lung-foundation.org


Deutsche Lungenstiftung e.V.

Deutsche Lungenstiftung
www.novartis.de

COPD-Service Adressen


Siehe auch Artikel: „Positive und negative Einflüsse unserer Nahrung auf die Lunge.“.



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9. Februar 2012 - © Redaktion medizinkorrespondenz.de

   







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