Bei Überempfindlichkeit von Gräser- und Roggenpollen hilft Impf-Tablette
(mko) Ab April fliegen sie wieder, die Gräser- und Roggenpollen. Bis August oder manchmal auch, bei bestimmten Wetterlagen bis zum November heißt das für viele Allergiker, niesen, schnupfen, juckende Augen. Denn: das Immunsystem der reagiert überempfindlich auf die Pollen
manchmal sogar mit Asthmaanfällen. Schuld sind die Pollen verschiedenen Gräser oder Getreide, die jetzt durch die Lüfte fliegen. Abhilfe schafft eine Immuntherapie. Seit 2006 kann man die Therapie
leicht zu Hause mit einer Tablette durchführen, mit einer so genannten Gräser-Impf-Tablette aus dem Wiesenlieschgras. Eine Tablette enthält molekular standardisierte Allergene. Legt man die Tablette unter die Zunge, löst sie sich innerhalb von Sekunden auf und setzt die Wirksubstanz frei. Studienergebnisse mit mehr als 2.400 Patienten zeigen , dass die Gräser-Impf-Tablette über drei Jahre anhaltend wirkt und wahrscheinlich auch über diesen Zeitraum hinaus. So Professor Claus Bachert, Allergologe an der Universitätsklinik Gent in Belgien. Nebenwirkungen wie Schwellungen und Juckreiz, die zu Beginn der Behandlung auftreten können, lassen bereits nach einigen Wochen nach. Die Tablette eignet sich laut Professor Bachert, besonders für Kinde rund Jugendliche.
22. Mai 2012 - © Redaktion medizinkorrespondenz.de




















