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(30.04.2009)

Angekohltes und stark gebratenes Grillfleisch erhöht Risiko für Dickdarmkrebs



(mko) Es raucht auf Balkonen, in Gärten und Parks: Grillen oder „BQ“ sind jetzt wieder „in“! Aber grillen birgt auch das Risiko für Dickdarmkrebs, immer dann, wenn das Fleisch oder auch Fisch (es reichen kleine Stellen) verkohlt ist oder oder sehr stark angebraten werden. Denn, die beim Grillen entstehenden heterozyklischen aromatischen Amine die zu Gewebeveränderungen im Dickdarm führen können. Heterozyklische aromatische Amine stehen schon lange im Verdacht, die Entstehung von Adenomen im Darm zu fördern - zu Recht, wie Eperten aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum mit einer aktuellen Untersuchung bestätigen.

Die Wissenschaftler ermittelten für 4484 Studienteilnehmer die Menge des als "PhIP" bezeichneten wichtigsten Vertreters dieser Substanzklasse in der Ernährung. Die Teilnehmer wurden anhand ihrer PhIP-Aufnahme in vier Gruppen eingeteilt. In der Gruppe mit der höchsten PhIP-Zufuhr beobachteten die Wissenschaftler etwa 50 Prozent mehr Dickdarmadenome als bei den Personen, deren Nahrung die geringste Menge dieser Substanz enthielt. Dies betraf vor allem Gewebeveränderungen im untersten Darmabschnitt.

"Das um 50 Prozent höhere Risiko für Dickdarmadenome in der Gruppe mit der höchsten PhIP-Zufuhr lässt sich nicht allein durch einen generell höheren Fleischkonsum erklären", sagt Sabine Rohrmann. Die Wissenschaftler beobachteten einen klaren Zusammenhang zwischen der Vorliebe für stark Gebratenes und der Häufigkeit von Adenomen, was die Rolle der heterozyklischen aromatischen Amine bei der Krebsentstehung bestätigt.



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9. Februar 2012 - © Redaktion medizinkorrespondenz.de

   







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