Was tun bei Myomen?
(mk) Bei jeder fünften Frau nach dem 30. Lebensjahr tritt ein- oder mehrmals ein Myom, eine gutartige Geschwulst der Gebärmutter, auf. In zwei Drittel aller Fälle spüren Frauen Myome jedoch gar nicht.
Myome können vereinzelt oder gehäuft an allen Stellen der Gebärmutter auftreten. Sie wachsen nach innen oder außen und nehmen teil-weise eine beachtliche Größe ein. Das Wachstum wird durch das Hormon Östrogen stimuliert. Wer anfällig ist und wer nicht, richtet sich nach den jeweiligen Genen. So Professor Dr. Michael Höckel Di-rektor der Universitätsfrauenklinik in Leipzig. Wann und ob Be-schwerden auftreten, kann man nicht voraussagen. Professor Hö-ckel rät Frauen bei unregelmäßigen oder verstärkten Blutungen oder Schmerzen während der Regelblu-tung zu einer Tast- oder Ultra-schalluntersuchung, um mögliche Myome von dem behandelnden Frauenarzt diagnostizieren zu las-sen. Sind Myome da, bilden sich manche von allein zurück. Aber es gibt auch bestimmte Medikamente, die die Rückbildung fördern. In einigen Fällen wird sogar über ei-nen kleinen Katheter die Blutzufuhr der Myome unterbrochen. Manch-mal
müssen Myome auch operativ entfernt werden, manchmal unter Erhalt der Gebärmutter, manchmal muss sie aber auch entfernt werden.
23. Mai 2012 - © Redaktion medizinkorrespondenz.de




















