Genmutation - mögliche Ursache für plötzlichen Kindstod
(mko) Forscher im US-Bundesstaat Arizona vermuten, dass die Ursache für den plötzliche Kindstod offenbar gene-tisch bedingt sei und, dass ein Gen-defekt das Nervensystem schädigt und die Kontrolle des Herzens und der Lunge durch das Gehirn beein-trächtigt. Nach ihren Beobachtun-gen starben in zwei Generationen 21 Kinder von neun Familien, die der speziellen Religionsgemein-schaft der „Amish people“ angehörten, am plötzlichen Kindstod. Bei den vier Kindern, die genetisch untersucht wurden, wa-ren beide Kopien des Gens TSPYL (testes-specific protein Y-encoded-like) verändert. Angehörige hatten maximal eine Kopie des veränder-ten Gens. Betroffene Kinder wirken nach der Geburt gesund, entwi-ckeln aber schon frühzeitig Fehl-funktionen ihrer Organe und ster-ben meist im ersten Lebensjahr an Herz- oder Lungenversagen.
23. Mai 2012 - © Redaktion medizinkorrespondenz.de




















