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(18.05.2005)

Beifuss - auch wilder Wermut genannt - schützt vor Malaria



(mko) Was hierzulande zu fettem Braten etwa Ente, Ganz oder Schwein gern als Gewürz verwen-det wird, könnte jetzt zur globalen Rettung vieler Malaria-Patienten beitragen und sie vor tödlichen Fie-berschüben retten. Denn manche Malaria-Erreger sind gegen die üblichen Medikamente bereits resistent. Forscher entdeckten jetzt, dass z. B. die Medikamente, die den Wirkstoff des einjährigen Bei-fuss enthalten ( lat. Artemisia an-nua), als Artemisinine bezeichnet werden. Diese Präparate wirken so gut bei Malaria, weil sie ein Enzym des Malaria-Erregers hemmen. Ein Enzym, das Kalzium aus einem Zellteil des Parasiten in einen ande-ren pumpt. Artemisin wiederum blockiert diesen Vorgang und die-ser Wirkmechanismus soll jetzt als Grundlage zur Herstellung für neue Malaria-Medikamente genutzt wer-den.
Langfassung: Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch von Malaria liegt zwischen 6 und 14 Tagen. Fieber,
Kopfschmerzen und Müdigkeit sind die ersten Symptome. Grundsätzlich gilt: Jedes unklare Fieber bei jemandem, der in einem Malaria-Gebiet war, gilt
solangeals Malaria-Verdacht, bis das Ge-genteil bewiesen ist. Als gefährlichste Malaria-Region gilt mit weitem
Abstand Afrika, allen voran die Länder Ghana, Nigeria, Kamerun und Kenia. Aber auch in Indonesien und Indien kommt die Krankheit vor.



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23. Mai 2012 - © Redaktion medizinkorrespondenz.de

   







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