Thailand: Risiko für Infektionskrankheiten steigt – waterborn diseases -

(mko) Durch die starken Überflutungen in Zentralthailand steigt in den betroffenen Regionen das Risiko sogenannter „waterborne diseases“ – Infektionserkrankungen, die sich in verschmutzem Wasser ausbreiten. Thailändische Behörden melden derzeit mehrere Verdachtsfälle von Leptospirose, einer bakteriellen Infektion, die zu Hirnhautentzündung oder Gelbsucht führen kann. Experten erwarten auch das Auftreten der Cholera. Nach dem Abfließen des Hochwassers ist zudem mit einer deutlichen Zunahme des durch Mücken übertragenen Denguefiebers zu rechnen. Thailandreisende sollten sich deshalb vor Stichen der Überträgermücken schützen.

„Wer momentan die betroffenen Regionen Thailands bereisen will oder muss, sollte unbedingt auf sorgfältige Trinkwasserhygiene achten“, so Privatdozent Dr. med. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrum für Reisemedizin (CRM). „Je nach Reiseart – beispielsweise bei einer Unterbringung in einfachen Unterkünften – kann derzeit auch eine Choleraimpfung sinnvoll sein.“ Hierzu sollten sich Reisende von einem Reisemediziner beraten lassen.

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