Gutes Vortraining verhindert Skiverletzungen

Foto:  Bad Kleinkirchheim Österreich/Kärntenwerbung

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Bad Kleinkirchheim
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(mko) In jeder Skisaison häufen sich die Skiunfälle bei denen Skifahrer verletzt und ärztlich behandelt werden müssen, davon sehr viele stationär im Krankenhaus. Zu den am häufigsten behandelten Skiverletzungen zählt der vordere Kreuzbandriss. Neben den Verletzungen an Weichteilen beobachten Unfallchirurgen auch zunehmend schwere Knochenbrüche. Auch das Risiko für Kollisionsunfälle war in der vergangenen Skisaison  besonders hoch.
Experten der Deutschen Gesellschaft der Unfallchirurgen und Orthopäden haben aktuell zehn Tipps zusammengestellt, die Skifahrer auf der Piste und zur Vorbereitung auf den Skiwinter beachten sollten. Generell gilt:

  • Skibindungen sollte ein Fachmann einstellen
  • Sehschärfe für eine optimale Sicht bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen vom Arzt kontrollieren lassen
  • regelmäßig Skigymnastik durchführen – Verletzungsvorsorge
  • speziellen Trainingsübungen zur Kräftigung der Muskulatur und Schulung der Koordination (Vorbeugung von Knieverletzungen)

Insbesondere Schienbeinbrüche werden verursacht, weil nach einem Fahrfehler die Skibindungen nicht auslösen und das Bein erheblichen Scherkräften ausgesetzt ist. Zunehmend spielt auch die vermehrte Knochenbrüchigkeit im Alter eine Rolle. Unfallchirurgen beobachten zudem mehr Verletzungen nach Sprüngen in Funparks oder beim Fahren abseits der Piste. Besonders folgenschwer und langfristig gesundheitseinschränkend sind dabei Stürze mit Beteiligung des Kopfes und der Wirbelsäule.

Zehn Tipps wie Skifahrer das Risiko für Stürze und Verletzungen verringern können:

Auf der Piste:

• Anfänger sollten zum Erlernen der Sportart eine Ski- oder Snowboardschule besuchen

• Fahrweise, Ausrüstung und Bekleidung sollten dem eigenen Können angepasst sein

• Erhalt der Konzentrationsfähigkeit und physischen Fähigkeiten durch: ausreichende Energiezufuhr, Ausgleich des Flüssigkeitsdefizites insbesondere in höheren Lagen, Alkoholabstinenz!

• Erhöhung der Sicherheit durch: Tragen eines Skihelmes, Tragen von Protektoren (z.B. Wirbelsäule oder Handgelenk), Nutzung verschiedener Ski- und Sportbrillen für unterschiedliche Sicht- und Witterungsverhältnisse

• Ermüdungsanzeichen beachten und Regenerationspausen einhalten
• vor der ersten Abfahrt oder nach längeren Pausen aufwärmen
• Gefahren erkennen und richtig reagieren: Eispisten und Pisten mit aufgeweichtem Schnee (spätnachmittags) meiden, überfüllte Pisten meiden, Fahren nur auf freigegebenen und präparierten Pisten! Gesperrte Strecken meiden!

Vor dem Skiwinter:

• 2-3 Mal in der Woche für 30 Minuten Skigymnastik
• Skiausrüstung auf Vordermann bringen, Bindungseinstellung durch den Fachmann
• Sehleistung kontrollieren lassen, die vorhandene Sehhilfe auch beim Skifahren tragen